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Fenster oder Vitrinentür? Beides! 

Alte Häuser halten oft einen besonderen Zauber inne. Vor allem, wenn sie aus einer Zeit stammen, in der besonderer Wert auf verspielte Details gelegt wurde – so wie bei diesem Gebäude aus der Gründerzeit, welches sich im Genfer Diplomatenviertel befindet. Die Besonderheiten dieser Zeit spiegeln sich in den verschiedensten Komponenten des Gebäudes wider, so zum Beispiel in den Details der Fassadenbemalung an Übergang zum Dachfirst, oder in der Verarbeitung der Fenster. Die Wiederverwendung solcher Kunsthandwerke leistet sowohl einen Beitrag zum kulturellen Erhalt dieser Zeit, als auch zur Reduktion der Ressourcenverschwendung. Aber wofür sollte man ein altes Fenster brauchen, wenn man nicht unbedingt vor hat ein Haus drum herum zu bauen? Zum Beispiel als Vitrinentür!

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Genau das ist mit einem zwei-flügeligen Fenster aus besagtem Genfer Haus geschehen. Nachdem das Fenster inklusive Rahmen und Glas aus dem alten Haus herausmontiert wurden und vorsichtig ihre Reise nach Hamburg antraten, begann die Restauration damit, dass alle Scheiben vorsichtig rausgenommen und vom alten Kit gesäubert wurden. Um das Holz der Fensterrahmen in den Originalzustand zu bringen wurde dieses ausgebürstet und von Schmutz gesäubert. Danach wurde es eingefettet und der alte Lack abgebeizt um als nächste eine Seite des Türflügels farblich anzupassen. Als letzter Schritt wurde die Oberfläche in Matt lackiert.

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Das Metal der Stangenarmatur wurde ein wenig poliert sodass die Patina weiterhin zu sehen ist. Die Fenster sind dann wieder eingesetzt worden, und von innen mit neuen Rahmenhölzchen befestigt.

Dieses neu aufgearbeitete Fensterelement dient jetzt als Vitrine in meinem Loft. Die Wetterseite des alten Fensters ist natürlich heller und ausgeblichener geblieben. Dies ist jetzt die Seite, die zur Vitrinen Innenseite zeigt.

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